REMIT-Meldung der Einspeiseentgelte gem. HoKoWä

30.08.2017

Information über die Einspeiseentgelte gem. HoKoWä

Mit Beschluss vom 22.06.2016 hat die Beschlusskammer 9 der Bundesnetzagentur eine Kostenwälzung zwischen den Fernleitungsnetzbetreibern und eine Aufteilung der Kosten auf Ein- und Ausspeiseentgelte beschlossen (HoKoWä).

Die Fernleitungsnetzbetreiber sind verpflichtet, ab dem 01.01.2018 die Kosten der Einspeiseseite auf alle Einspeisepunkte im Marktgebiet gleichmäßig zu verteilen und die Kosten untereinander zu wälzen.

Hierzu hat die Behörde ein detailliertes Verfahren festgelegt. Danach melden die Fernleitungsnetzbetreiber eines Marktgebietes individuell für ihr Netz die Kosten der Einspeiseseite und die zu erwartenden Kapazitätsbuchungen des folgenden Jahres. Die Fernleitungsnetzbetreiber haben einen Dienstleister beauftragt, der das sich hieraus ergebende einheitliche Entgelt für Einspeisekapazität in das Marktgebiet ermittelt hat.

Das vorläufige Einspeiseentgelt hätte nach der ersten Berechnung 3,50 €/kWh/h/a für die Einspeisepunkte der Fernleitungsnetzbetreiber im Marktgebiet NetConnect Germany betragen (wie zum 14.7.17 veröffentlicht).

Aufgrund weiterer Erkenntnisse der Fernleitungsnetzbetreiber ist eine erneute Berechnung des einheitlichen Einspeiseentgeltes erforderlich geworden.

Das endgültig berechnete Einspeiseentgelt beträgt 3,595250 €/kWh/h/a für die Einspeisepunkte der Fernleitungsnetzbetreiber im Marktgebiet NetConnect Germany.

Die Fernleitungsnetzbetreiber werden ihren Kunden wie bisher auch die vorläufigen Ausspeiseentgelte für das Jahr 2018 spätestens zum 30.09.2017 kommunizieren und sie zusätzlich veröffentlichen.

Da gegen den HoKoWä-Beschluss Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf eingereicht wurde, kann es abhängig von einer möglichen Entscheidung zu kurzfristigen Änderungen bei den veröffentlichten Entgelten mit Wirkung zum 01.01.2018 kommen. Mit einer Entscheidung wird bis Ende 2017 gerechnet.

 

Zur News Übersicht